03.01. - 30.01.2020 Thailand

Thailand - Neuland

Wir sind das erste mal in Thailand.

Knapp vier Wochen nehmen wir uns Zeit das Land zu erkunden. Die Reise führt uns von Bangkok Richtung Norden nach Ayutthaya, Chiang Mai, Chiang Rai sowie danach an die Ostküste auf die Inseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao. Um eins vorweg zu nehmen: Der Funke ist nicht übergesprungen.

 

Bangkok und der erste Eindruck von Thailand

 

Wie so oft machen wir uns zu Fuß auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Für eine Stadt mit etwa 8,3 Mio. Einwohnern ist es hier recht sauber. Zumindest auf den Straßen und Gehwegen. Die Luft jedoch ist gewöhnungsbedürftig. Eine Mischung aus Abgasen und Kloake steigt immer mal wieder beim Spaziergang durch die Straßen in die Nase. Auch auf den echten thailändischen Märkten (hier werden primär Gemüse, Obst, Fische, Garnelen, Schildkröten, Frösche, Hühner, Schweine und Insekten angeboten) ist der Geruch - zumindest für unsere sensiblen europäischen Nasen - nicht besonders angenehm. 

English version

This is our first time in Thailand.

We take about four weeks to explore the country. The journey takes us from Bangkok north to Ayutthaya, Chiang Mai, Chiang Rai and then to the east coast to the islands of Koh Samui, Koh Phangan and Koh Tao. To anticipate one thing: ...the spark didn't fly. 

 

Bangkok and the first impression of Thailand

As so often we set off on foot to explore the city. For a city with about 8.3 million inhabitants it is quite clean here. At least on the streets and pavements. But the air needs getting used to. A mixture of exhaust fumes and cesspool gets into your nose every now and then while walking through the streets. Even on the real Thai markets (here you can buy primarily vegetables, fruits, fish, shrimps, turtles, frogs, chicken, pigs and insects) the smell is not very pleasant - at least for our sensitive European noses.  

In einem neuen Land versuchen wir mit Höflichkeitsfloskeln wie „Guten Tag.“, „Danke.“, „Bitte.“ in Landessprache mit den Einheimischen Kontakt aufzunehmen und ein Signal unseres Interesses an deren Land zum Ausdruck zu bringen. Allerdings treffen wir in Thailand oft auf Menschen, die uns bei unseren Versuchen der Kontaktaufnahme nur teilnahmslos entgegentreten. Das wirkt auf uns meist unhöflich. Ein Lächeln unseres Gegenüber hat leider Seltenheitswert.

Die Stadt Bangkok beeindruckt uns im Ganzen. Wir haben das große Glück, dass wir in Bangkok bei unseren Freunden im 19 Stock wohnen dürfen. Die Aussicht auf die Stadt ist grandios. Fabien, unser Gastgeber, begleitet uns einen Tag in Bangkok und zeigt uns zwei von unzähligen, wunderschönen Tempel, unternimmt mit uns eine Bootsfahrt in einem traditionellen Longtailboat auf dem Klhong, geht mit uns auf den Skywalk des Mahanakhon Tower und zeigt uns traditionelle Märkte. So erleben wir an einem Tag eine ganze Menge. Am Abend genießen wir den Sonnenuntergang beim gemeinsamen Abendessen mit der ganzen Familie.

English version

In a new country, we try to use polite phrases like "Good afternoon.", "Thank you.", "You're welcome." to impress the locals in the local language and to express a signal of our interest in their country. However, in Thailand we often meet people who are only apathetic in our attempts to contact them. This seems rude to us. A smile from our counterpart is unfortunately rare.

 

The city of Bangkok impresses us as a whole. We are very lucky that we are allowed to live in Bangkok with our friends on the 19th floor. The view of the city is terrific. Fabien, our host, accompanies us for a day in Bangkok and shows us two of countless beautiful temples, takes us on a boat trip in a traditional longtail boat on the Klhong, goes with us on the Skywalk of the Mahanakhon Tower and shows us traditional markets. So we experience a lot in one day. In the evening we enjoy the sunset at dinner with the whole family. 

 

Apropos Essen…Die Curries in gelb, rot und grün sind sehr lecker. Mein (Stef´s) Favorit ist der Papayasalat Som Tam. Schön scharf und frisch.  

Das traditionelle Pad Thai ist uns zu süß. Überhaupt wird hier sehr oft Zucker beim Kochen verwendet. Das sind wir nicht gewohnt, da wir zu Hause unsere Speisen ohne Zucker zubereiten. Wir sind extrem überrascht, dass hier in Thailand Schweinefleisch für viele Gerichte verwendet wird.  Gelegentlich kann statt Schwein auch Huhn, Rind, Garnelen oder Ente gewählt werden. Wir haben in Chiang Mai einen Kochkurs auf einem Biohof besucht und unser eigenes Currygericht herstellen. Doch mehr dazu später.

Nach 3 Tagen Bangkok brauchen wir erst einmal Abstand vom Stadtgewusel. Wir machen uns mit dem Zug auf in Richtung Nordthailand.

 

Ayutthaya - Chiang Mai - Chiang Rai 

Von Bangkok aus führt uns der Weg mit dem Zug in Richtung Norden. Unser erster Halt ist Ayutthaya, die „alte“ Hauptstadt Thailands. Hier verbringen wir zwei Nächte. Mit den Fahrrädern fahren wir durch die recht kleine Stadt (53.000 Einwohner - ein drittel der Einwohnerzahl von Heidelberg), besuchen alte riesigen Backstein-Tempelanlagen, essen Pad Thai auf dem Nachtmarkt und unternehmen eine Bootstour auf dem Chao Phraya mit abschließendem Sonnenuntergang hinter malerischer Kulisse. 

English version

ISpeaking of food...the curries in yellow, red and green are very tasty. My (Stef's) favourite is the papaya salad Som Tam. Nice hot and fresh.  

The traditional Pad Thai is often much too sweet. Generally sugar is often used in cooking. We are not used to this, as we prepare our meals at home without sugar. We are extremely surprised that here in Thailand pork is used for many dishes. Occasionally chicken, beef, shrimps or duck can be chosen instead of pork. We attended a cooking course on an organic farm in Chiang Mai and made our own curry dish. But more about that later.

 

After 3 days in Bangkok we need to get away from the bustle of the city. We take the train to northern Thailand.

 

Ayutthaya - Chiang Mai - Chiang Rai 

From Bangkok the way leads us by train to the north. Our first stop is Ayutthaya, the "old" capital of Thailand. Here we spend two nights. We ride our bikes through the rather small city (53,000 inhabitants - a third of the population of Heidelberg), visit old huge brick temple complexes, eat Pad Thai at the after market and take a boat trip on the Chao Phraya with a final sunset behind a picturesque backdrop. 

 

 

Weiter geht es dann, ebenfalls mit dem Zug, nach Chiang Mai. Wir planen hier sechs Tage ein. Ausgerüstet mit Scootern erkunden wir am ersten Tag die Gegend und planen für die nächsten Tage unsere Ausflüge. Wir wandern zu Wasserfällen, die wir Barfuß rauf und runter laufen können (Sticky Waterfall), fahren zu Aussichtspunkten, verbringen einen Tag im Zoo (hier sind wir entrüstet, wie wenig Platz den Tieren gegeben wird), sehen einen Muay Thai Kampf und wandern durch den Nationalpark von Doi Sunthep. Ein weiteres Highlight ist der Kochkurs auf dem Biohof in der Nähe von Chiang Mai. Hier lernen wir unser eigenes Curry herzustellen und verschiedene andere traditionelle Gerichte wie Pad Thai und Khao Soy. Es ist interessant, dass nur wenig thailändische Gerichte ohne Zucker und ohne industriell verarbeitete Lebensmittel auskommen. Irgendwie schwebte uns immer viel Gemüse, Reis und Curry vor, wenn wir an thailändische Speisen denken. 

English version

The journey continues then, also by train, to Chiang Mai. We plan six days here. Equipped with scooters we explore the area on the first day and plan our trips for the next days. We hike to waterfalls, which we can walk up and down barefoot (Sticky Waterfall), drive to viewpoints, spend a day in the zoo (here we are indignant how little space is given to the animals), see a Muay Thai fight and hike through the national park of Doi Sunthep. Another highlight is the cooking course on the organic farm near Chiang Mai. Here we learn how to make our own curry and various other traditional dishes such as Pad Thai and Khao Soy. It is interesting to note that only few Thai dishes are without sugar and without industrially processed food. Somehow we always had a lot of vegetables, rice and curry in mind when we think of Thai food. 

 

Von Chiang Mai nach Chiang Rai reisen wir mit dem Bus. Die öffentlichen Verkehrsmittel können ganz einfach per App bei 12GO gebucht werden. Das Ticket muss jedoch ausgedruckt werden. Hier hilft uns meist unsere Unterkunft aus. Für Chiang Rai planen wir mit 3 Tagen ein. Hier oben in den Bergen am nördlichsten Teil Thailands, im „goldenen Dreieck“ ist es abends ziemlich frisch. Die Landschaft ist abwechslungsreich, tolle Berge, Felsen, Regenwald, Dschungel und Flüsse. Wir besuchen den weißen und den blauen Tempel und fahren mit den Scootern zu einem Aussichtspunkt. Leider ist es sehr trübe, so dass die Aussicht doch recht eingeschränkt ist. Wir verlassen Chiang Rai und machen uns auf den Weg zu den drei Inseln im Osten von Thailand.

English version

From Chiang Mai to Chiang Rai we travel by bus. Public transport can be booked easily via App at 12GO. However, the ticket must be printed out. Here our accommodation usually helps us out. For Chiang Rai we plan with 3 days. Up here in the mountains at the northernmost part of Thailand, in the "golden triangle" it is quite fresh in the evening. The landscape is varied, great mountains, rocks, rain forest, jungle and rivers. We visit the white and the blue temple and drive with the scooters to a viewpoint. Unfortunately it is very cloudy, so the view is quite limited. We leave Chiang Rai and make our way to the three islands in the east of Thailand.


 

Koh Samui - Koh Phangan - Koh Tao

Die Inseln sind unsere letzten Stationen bevor es über Bangkok wieder nach Indonesien geht. Alle drei Inseln haben wir ganz unterschiedlich erlebt. Koh Samui ist für uns eher die Insel der Pauschal- und Sextouristen. An jeder Ecke finden wir große Resorts, junge Frauen, die sich anbieten und ältere weiße Herren mit jungen Thailänderinnen. Wir verlassen die Insel nach zwei Tagen und setzen mit der Fähre über nach Koh Phangan. 

Koh Phangan ist etwas kleiner als Koh Samui und begeistert uns vier Tage lang. Man kommt entweder von Koh Samui oder von Koh Tao auf die Insel. Bekannt ist Koh Phangan für die Fullmoonparty und Halfmoonparty. Wir sind nicht so auf Party aus und sind daher froh, dass wir genau in der Zeit dort sind, in der weder das eine noch das andere stattfindet. So können wir in Ruhe, ohne viel Partypeople, die Insel mit den Scootern erkunden. Am ersten Tag geht es per Bootstour zum Schnorcheln und Kajak fahren in den Meeresnationalpark Mu Ku Angthong. Die anderen Tage verbringen wir damit mindestens zweimal am Tag zum Schnorcheln zu fahren. Die Unterwasserwelt ist sehr schön. Wir finden schöne Strände, tolle Riffe zum Schnorcheln und fahren quer Feld ein durch den Dschungel. Das ist eine echte Herausforderung, da es sich um Sandpisten und grobes Gelände handelt, die steil auf und ab gehen.

Unser dritter Inselstop ist die Insel Koh Tao. Wir bleiben drei Tage. Das reicht auch vollkommen, da die Insel wesentlich kleiner ist als Koh Phangan. Auch hier ist primär das Schnorcheln unsere Tagesbeschäftigung. Die Menschen sind übrigens auf den Inseln Koh Phangan und Koh Tao etwas aufgeschlossener als in Bangkok und auf Koh Samui. Das mag eventuell daran liegen, dass hier deutlich weniger und ein anderes Klientel von Touristen unterwegs ist.

 

Hier noch ein kurzer Überblick über die Preise in Thailand: 

Bier 660 ml 60-100 Baht (1,80 - 3€)

Kaffee 40 - 80 Baht (1,20 - 2,40 €)

Essen 50 - 150 Baht (1,50 - 4,50€)

Übernachtung im DZ 600 - 1200 Baht (18 - 33€)

Scooter  (Tag) 150 - 250 Baht (4,50 - 7,50€). 

 

Die Reise nach Thailand endet mit zwei weiteren Tagen in Bangkok und führt uns wieder nach Bali. Wir haben Surf-Entzug. 

 

Doch klappt es noch mit dem Surfen nach vier Wochen? Wir freuen uns auf´s Surfen und werden berichten. 

Stay tuned…

English version

Koh Samui - Koh Phangan - Koh Tao

The islands are our last stops before we head back to Indonesia via Bangkok. We have experienced all three islands very differently. Koh Samui is for us rather the island of package and sex tourists. On every corner we find big resorts, young women who offer themselves and older white men with young Thai women. We leave the island after two days and take the ferry to Koh Phangan. 

 

Koh Phangan is a bit smaller than Koh Samui and will delight us for four days. You can get to the island either from Koh Samui or from Koh Tao. Koh Phangan is famous for its fullmoon party and halfmoon party. We're not so much into partying so we're glad to be there exactly at the time when neither one nor the other is happening. So we can explore the island with the scooters in peace and quiet, without a lot of party people. On the first day we go on a boat tour for snorkeling and kayaking in the marine national park Mu Ku Angthong. The other days we spend at least twice a day snorkeling. The underwater world is very beautiful. We find beautiful beaches, great reefs for snorkeling and drive across the field through the jungle. This is a real challenge, because there are sandy tracks and rough terrain, which go steeply up and down. 

 

Our third island stop is Koh Tao Island. We stay three days. That's quite enough, as the island is much smaller than Koh Phangan. Here too, snorkelling is our main daily activity. The people on Koh Phangan and Koh Tao are more open-minded than in Bangkok and on Koh Samui. This may be due to the fact that there are far fewer tourists and a different clientele.


 

Here is a short overview of the prices in Thailand: 

- beer 660 ml 60-100 Baht (1,80 - 3€)

- coffee 40 - 80 Baht (1,20 - 2,40 €)

- Food 50 - 150 Baht (1,50 - 4,50€)

- Overnight stay in DZ 600 - 1200 Baht (18 - 33€)

- Scooter (day) 150 - 250 Baht (4,50 - 7,50€). 

 

The trip to Thailand ends with two more days in Bangkok and leads us back to Bali. We have surfing withdrawal. 

But does it still work with surfing after four weeks? We are looking forward to surfing and will report. 

 

Stay tuned...